Motivation: Zugegeben, die Passion des Bootsbaus wird für Hobbyhandwerker schnell zur Obsession. Trotzdem und entgegen allen Warnungen haben wir uns, d.h. Roman, Tristan, Thomas und meine Wenigkeit, entschlossen einen kleinen Seggerix, eine 3m-Kinderjolle, zu fabrizieren. Bestärkt durch die Erfahrungen beim Bau des eigenen Seggerlings sollten wir eigentlich den Rohbau just zum kommenden Dorf- und Jugendfest in Pfäffikon hinbekommen. Natürlich mit der listigen Absicht, den einen oder anderen Besucher am Fest mit dem „Bazillus Nauticus“ zu infizieren. Weiter ist der Seggerix gegenüber dem Optimisten doch schon eher ein Segelboot, das auch Jugendlichen bis zum Übertritt zu den Klassischen Jollen (Pirat etc.) gefallen mag.
Wir haben inzwischen das Baustadium mit fast fertiger Rumpfschale erreicht – siehe unten. Da jetzt Sommer und Segelsaison ist, werden wir erst im Herbst/Winter weiterbauen. Bitte besucht uns dann wieder!
Bauphase 1, Bauprinzip „Stich and Glue“ (33h):
Entgegen aller Baugepflogenheiten, beginnt beim Stich-and-Glue-Prinzip der Bau eines Bootes nicht mit der Kiellegung, sondern mit dem Ausschneiden von Sperrholzplatten und dem Zusammenheften dieser Platten mit Drähten zu einer Bootsschale. Verblüffend einfach (natürlich mit Tücken, aber davon später….) und nach kaum 33h Mann- und Kindstunden sieht es schon wie ein Boot aus.







Bauphase 2, Kiel und Kimmleisten, Schale verkleben (90h):
Nicht verklebt ist alles noch ziemlich wackelig… Der Reihe nach:
- Zuerst zwischen den Rödeldrähten mit Glasband und Epoxi die Schalen heften, und nach Aushärten die Drähte entfernen. Spreizlatten noch nicht entfernen!
- Danach den Kielsprung vermessen und ein passender Innenkiel formverleimen – wir nehmen drei 6mm Sperrholzlatten. Anschliessend den Kielsandwich in die nötige Form hobeln und den Schlitz für den Schwertkasten herausarbeiten. Ebenso geben 4,5cm breiten Sperrholzlatten (auch 6mm) in Winkel gehobelt die Kimmleisten.
- Epoxi Spachtel (ca. Nutella-Konsistenz) mit Sprizbeutel in die Fugen verteilen und mit Spax-Schrauben möglicht schön mittig heften. Der Epoxi sollte beim Dichtschrauben gerade ein wenig aus den Fugen quellen. Problemzone: Auf die richtige Dosierung kommt es an…..
- Die Bodenleisten für die Cockpit-Innenwände aufkleben. Geht nur zu zweit!
- Et voilà, jetzt kann mit dem eigentlichen Ausbau (Spannten) begonnen werden.









